Bei der asymmetrischen Verschlüsselung besitzen beide kommunizierenden Seiten jeweils ein Schlüsselpaar – eines davon ist öffentlich, das andere privat. Der Vorteil des Systems besteht darin, dass die beiden Parteien keinen gemeinsamen geheimen Schlüssel kennen müssen, der abgegriffen werden könnte. Beim E-Mail-Verkehr oder zum Beispiel beim https-Protokoll ist diese Art der Verschlüsselung längst gängig. Dass dies im Auto noch nicht der Fall ist, liegt laut Heyszl daran, dass bisher die hohe Rechenintensität dies verhinderte – und der damit verbundene Energieverbrauch.
Doch nun sei es Fraunhofer gelungen, ein besonders sparsames Chipdesign zu entwickeln, und dazu ein neues, effizientes Protokoll, um den Rechenaufwand sowie die Datenübertragungsmenge zu minimieren. Ein damit ausgerüsteter Schlüssel soll die kleine Batterie kaum mehr belasten als bei bisherigen Verschlüsselungsverfahren. Den Prototypen wird Fraunhofer auf der Fachmesse Embedded World in Nürnberg vorstellen. Hier wird es erstmals Gelegenheit geben, die Autohersteller und ihre Zulieferer von der Technik zu überzeugen.
(ggo)