ESP: Anteil der Neuwagen mit Schleuderschutz wächst
Immer mehr Neuwagen in Europa werden mit Schleuderschutz-Technik ausgeliefert. Knapp zwei Drittel der neu zugelassenen Fahrzeuge (60 Prozent) seien im Jahr 2009 mit der Fahrdynamikregelung – hierzulande meist ESP (Elektronisches Stabilitäts-Programm) genannt – ausgestattet worden. 2008 lag der europäische Durchschnitt noch bei 55 Prozent, teilte der Zulieferer Bosch mit.
Für die Entwicklung habe vor allem der starke Zuwachs bei Kleinwagen gesorgt, heißt es. In dieser Klasse stieg der Anteil der mit ESP ausgestatteten Wagen in den fünf größten Märkten Europas von 23 auf 39 Prozent. Allerdings sorgte die große Nachfrage nach preisgünstigen Kleinstwagen für einen Rückgang im so genannten A-Segment: Dort wurden mit 17 Prozent etwas weniger Fahrzeuge als im Vorjahr mit dem Schleuderschutz ausgerüstet.
In Deutschland ist die ESP-Quote leicht rückläufig, mit 80 Prozent über alle Fahrzeugklassen aber weiterhin hoch. Europäischer Spitzenreiter ist den Angaben zufolge Schweden mit einem ESP-Anteil von 99 Prozent der neuen Pkw, hingegen werden in Italien, Belgien und den Niederlanden jeweils nur etwas über die Hälfte der Neuwagen mit ESP bestellt. Schlusslicht in Westeuropa ist Frankreich: Hier verharrte die ESP-Quote bei gerade 41 Prozent.
Von November 2011 an greift den Angaben zufolge eine neue EU-Regelung, die für alle neuen Pkw- und Nutzfahrzeugemodelle das aktive Sicherheitssystem vorschreibt. Die Abkürzung ESP ist ein eingetragenes Warenzeichen der Daimler AG. Je nach Automarke sind inzwischen eine Vielzahl an anderen Bezeichnungen wie DSC, VSC oder DSTC in Gebrauch. Das Assistenzsystem gilt nach der Einführung von Gurt und Airbag als eines der wichtigsten Sicherheitssysteme im Automobil.
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