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Ein Mann, ein Motor

Einblicke in die Entstehung des Mercedes SLS AMG

Die Leckraten merkt sich das High-Tech-Infosystem. Die Suche nach Undichtigkeiten ist herzerfrischend low-tech: Mit einer Sprühflasche voll Spülmittel. Alter Werkstatttrick. Der dichte Motor läuft dann auf einem Prüfstand trocken. Also nicht ohne Öl, sondern ohne Sprit: Ein Elektromotor dreht die Kurbelwelle, eine Messstation prüft, ob der Motor inklusive Elektronik alles richtig macht. Natürlich hat AMG auch einen live-Motorenprüfstand, der Aggregate bis 1000 PS misst.

Keinen Kummer gewöhnt

Für diese Art der Fertigung braucht man selbstredend gute Leute, damit sie Sinn ergibt. Mit guten Leuten hat man allerdings auch Sicherheit, wenn man dahin will, wo man mit Idioten alles riskiert: auf Neuland. Es soll zum Beispiel 2013 eine Allrad-Elektro-Variante des SLS in den Verkaufsräumen stehen und nicht nur Wirbel, sondern vor allem Gewinn machen. "Kummerkinder gibt es bei uns nicht", sagt AMG, "jeder Wagen muss an sich profitabel sein." Vielleicht halten Sie das aufgrund Ihrer Erfahrungen für große, leere Worte. Aber das könnte, wie so einiges bei AMG, ein Vorurteil sein. (Clemens Gleich)

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