Feierstimmung bei Ford in Köln
Das 40-millionste Fahrzeug der Ford-Werk ist ein Fiesta
Im vergangenen Jahr hat Ford in Deutschland aber mächtig aufs Gaspedal getreten und – wie die Konkurrenz – dank Abwrackprämie stark zugelegt. Die Produktion in Köln kletterte auf knapp 406.200 Fiesta und Fusion. Zusammen mit Saarlouis und Genk kommt Ford auf eine Million Autos. Gut 80 Prozent davon gehen in den Export. In Deutschland wurden 2009 rund 308.000 Autos verkauft, der Marktanteil stieg auf 7,6 Prozent – Platz drei.
A good Job
Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes zitierte heute Henry Ford I, der bei der Grundsteinlegung in Köln 1930 gesagt haben soll: "The Germans will make a good job of it". Der Chef von Ford Europe, John Fleming, hält das auch in der Zukunft für möglich: Ford in Köln sei der größte Produktions- und Entwicklungsstandort des Unternehmens außerhalb der USA. Ford Europe, ebenfalls mit Hauptsitz in Köln, operiert nach seinen Wort in mehr als 50 Ländern von Albanien bis Usbekistan. Dem deutschen Standort komme auch aus globaler Sicht eine stetig wachsende Bedeutung zu.
Das erhoffen sich natürlich auch die Kölner: Trotz einer recht gut diversifizierten Wirtschaftsstruktur in der Region ist Ford ein wichtiger Arbeitgeber, 17.000 Menschen sind allein im Kölner Werk beschäftigt. Branchenbeobachter Bratzel findet immerhin, dass sich "Positionierung und Image in den vergangenen Jahren deutlich verbessert haben – durch ein anderes Auftreten, mit dem Aufbau einer jüngeren Produktfamilie." Etwas auf der Strecke geblieben seien aber Zukunftstechnologien und alternative Antriebe. Heute allerdings wird erst einmal gefeiert. Der 40-millionste Ford ist ein Fiesta, der nach Berlin geht. Er soll übrigens bald auch etwa im chinesischen Nanjing oder im thailändischen Rayong gefertigt werden, ein echtes Weltauto also. (Mit Material der dpa)
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