Logo von Autos

Ford stellt die Marke Mercury ein

Der Bestand an Fahrzeugen wird bis Ende des Jahres abverkauft

Dearborn, Michigan, 3. Juni 2010 – Nach 71 Jahren ist Schluss: Ford verabschiedet sich von seiner Marke Mercury. Die Produktion laufe am Jahresende aus, teilte der Konzern heute mit. Als Grund führte Ford schwindende Verkaufszahlen und eine zu große Nähe zur Stammmarke an.

Eigenständigkeit verloren

Mercury rangiert eigentlich zwischen der Massenmarke Ford und der Nobelmarke Lincoln. Edsel Ford, der Sohn von Unternehmensgründer Henry Ford, hatte Mercury aus der Taufe gehoben, um die gehobene Mittelschicht anzulocken. In den vergangenen Jahren verlor die Marke aber immer mehr an Eigenständigkeit. Viele Autos sind selbst von außen als "aufgehübschte" Fords zu erkennen. So will Ford sich auf die Kernmarke konzentrieren, die nach Überzeugung des Unternehmens für viele Mercury Kunden genauso gut geeignet wären.

Im Mai entschieden sich nur noch 9100 US-Amerikaner für ein Auto der im Ausland wenig bekannten Marke, das sind 11 Prozent weniger als noch vor einem Jahr und nur ein Bruchteil ehemals erzielter Zahlen. Zum Vergleich: Von seiner Hauptmarke setzte Ford 175.000 Stück ab. Die letzten Mercury-Fahrzeuge will der Konzern nun mit satten Rabatten den Sommer über losschlagen.

Kommentieren (5 Kommentare)

1 - Seitenanfang

2 - « Vorige Seite

3 - Nächste Seite »

4 - Archiv

5 - Weitere Angebote

6 - Suche

7 - Zur klassischen Version

0 - Kontakt/Impressum

Copyright © 2012 Heise Zeitschriften Verlag