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Gepanzerte Fahrzeuge für die Prominenz

Über Geheimhaltung und interessante, von außen unsichtbare Technik

Schnell weg

Die wichtigste Komponente im Sicherheitskonzept dieser Schwerpanzer ist trotz allem der Fahrer. Die Angreifer wissen ja, dass ihre Ziele gut geschützt sind, deshalb greifen sie gern zum Raketenwerfer oder vergleichbaren Kriegswaffen. Bei den Raketenangriffen auf Sonder­schutzfahrzeuge der Vergangenheit gibt es alles vom Tod des VIP bis zu seiner völligen Unverletztheit. Genau kann man es natürlich nicht sagen, aber wahrscheinlich ist, dass der Fahrer oft den entscheidenden Unterschied machte.

Gepanzerte Limousinen sind im Grenzbereich so schwer zu fahren wie sie wiegen. Als Antrieb kommen normalerweise die stärksten Motoren zum Einsatz, die es für den jeweiligen Fahrzeugtyp gibt. Auch die Bremsen sind entsprechend hoch dimensioniert. Doch das wohl größte Problem sind die Querbeschleunigungen. Trotz verstärkter Karkassen-Konstruktionen besteht die Gefahr, dass zu heftige Manöver bei ungünstigen Fahrbahnoberflächen den Reifen von der Felge ziehen. Mit der Handbremse das Heck herumziehen, um in Richtung 180° zu flüchten, ist zwar möglich, aber nicht die erste Wahl.

Notlaufreifen

Außerdem sind die Räder natürlich eine weitere Schwachstelle. An Obamas Biest ist die Reifenflanke dick mit Kevlar verstärkt, um Splitter oder leichte Feuerwaffen besser auszuhalten, und alle Panzer­limousinen­reifen haben Notlaufeigenschaften. Wenn der Reifen also durch Beschuss, ausgelegte Spikes oder Granatensplitter beschädigt wurde, sinkt die Lauffläche auf einen Kunststoffinnenteil, der auf seinen Lamellen anstatt der entwichenen Druckluft nun die Primärdämpfung und den Straßenkontakt übernimmt. Mit sehr ähnlichen Systemen sind Rallye-Fahrer bei Reifenschäden noch ziemlich flott unterwegs.

Öffnen mit Sicherheitsabstand

Hersteller wie BMW oder Audi veranstalten gezielt Trainings für die Fahrer ihrer Sonderschutzfahrzeuge, auf denen diese sich mit den Eigenarten der Fahrzeuge praktisch vertraut machen. Der Fahrer ist aber auch abseits des reinen Fahrbetriebs eine unverzichtbare Sicherheitskomponente. So starten umsichtige Fahrer die Wagen per Funkfernbedienung, damit eventuelle Autobomben nur das leere Fahrzeug erwischen, oder parken so, dass sich für einen eventuellen Heckenschützen erst gar keine freie Schussbahn öffnet.

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