Im Vergleich: VW Golf 1.4 TSI, BMW 116i, Citroën C4 Vti 120 VTR
Drei kompakte Benziner mit rund 120 PS in der 20.000-Euro-Klasse
Wackerer Franzose
Auch der 1,6-Liter-Vierzylinder des Citroën kommt wie der BMW-Sauger auf 160 Newtonmeter, alledings erst bei 6000 U/min. Der Motor ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsentwicklung von BMW und des Citroën-Mutterkonzerns PSA und kommt auch im Mini Cooper zum Einsatz – der Motor unseres 1er ist hingegen ein eigenständig entwickeltes Aggregat. Bei der Leistung muss sich die französisch-deutsche Koproduktion mit zwei PS weniger, also 120 PS zufrieden geben. Zwei Pferdestärken, die wir nicht vermissen. Vom Fleck weg mit kernigem Klang dreht der Motor freudig nach oben. Ab 160 km/h kommt zwar auch der Citroën-Motor in den Bereich, wo er etwas angestrengt röchelt, aber bis dahin sind wir erfreulich dynamisch unterwegs. Von null auf 100 km/h geht es in 11,4 Sekunden. Auf dem Papier hat der 1er die Nase um 1,2 Sekunden vorn, gefühlt ist es umgekehrt. Schluss mit Vortrieb ist bei vollkommen ausreichenden 195 km/h. Den Verbrauch gibt Citroën mit 6,7 Liter an, bei uns waren es 8,6 Liter pro 100 Kilometer. Geschmälert wird der gute Eindruck von der manuellen Fünfgang-Schaltung. Sie hat nicht nur einen leicht hakeligen Charakter, ihr fehlt schlicht der sechste Gang. Blanker Hohn: Als Alternative wird eine antike Automatik mit vier Gängen angeboten.
Ausstattung/Preis
Abwrackprämie hin, neue Kfz-Steuer her: Ein Auto kostet immer noch jede Menge Geld. Unser 1.4er Golf mit DSG will mit mindestens 23.395 Euro bezahlt sein. Zirka 1000 Euro weniger, nämlich 22.400 Euro, werden für den handgeschalteten 1er fällig. Der ebenfalls mit manueller Schaltung ausgerüstete C4 kommt mit 19.250 Euro am günstigsten. Tempomat, per Hand einstellbare Klimaanlage und MP3-fähiges CD-Radio sind beim Franzosen im Preis inbegriffen. Skurrilerweise auch im Serienumfang: ein regelbarer Parfümspender, dessen penetrante Ausdünstungen uns zumindest auf die Nerven gingen. An dieser Stelle kommen die Bayern mit ihrem Anspruch auf den höchsten Preis: Die genannten Annehmlichkeiten im Franzosen – natürlich ohne Parfümzerstäuber – kosten beim BMW zusammen 1250 Euro Aufpreis – nur das Radio ist Serie. Die Wolfsburger packen eine manuelle Klimaanlage und das Radio serienmäßig in den Golf, der Tempomat schlägt mit 195 Euro zu Buche. Allerdings dürfte der Citroën in puncto Wertverlust schlechter dastehen als seine beiden Konkurrenten aus Deutschland.
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