Der Automarkt in China dagegen wuchs nach einer Hochrechnung des Car-Centers um 44 Prozent auf 8,2 Millionen Autos. Diese Zahlen zeigen, dass ohnehin kräftige Marktverschiebungen im Gange sind. Behält das Car-Center recht, wird die weltweite Nachfrage um 4,3 Prozent auf etwa 55 Millionen Fahrzeuge steigen, während sie in Europa um 7,0 Prozent sinkt. Insgesamt wächst der Markt also und es gilt, sich ein Stückchen vom frischen Kuchen zu sichern.
Trotzdem kann man nicht ohne Weiteres davon ausgehen, dass es in den deutschen Autowerken brummen wird. Zwar glauben einige Experten, dass deutsche Hersteller zukünftig selbst in unteren Segmenten mit Luxus und Qualität punkten können. Das spricht aber nicht zwangsläufig für eine Produktion in Deutschland, wie das Beispiel Daimler zeigt. Der Stuttgarter Autobauer will Teile der C-Klasse in die USA verlagern, um Währungsvorteile zu nutzen und von günstigeren Lohnstrukturen zu profitieren.
Es gibt aber auch ermutigende Zahlen: Audi musste zwar in Deutschland einen Rückgang von 12,8 Prozent in Deutschland hinnehmen, konnte aber weltweit ein Wachstum von 39 Prozent verzeichnen. Insgesamt wurden 56.138 Audis verkauft. Allein in China waren es im Januar 16.798 Fahrzeuge, in Deutschland übrigens 12.839. In der Region Asien-Pazifik, so der Hersteller, stiegen die Auslieferungen der Marke um 101 Prozent. Kein Wunder also, dass alle deutschen Hersteller im Fernen Osten ihr Glück suchen. (Mit Material der dpa)
(ggo)