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Kompakt-SUVs im Vergleich: BMW X3, Skoda Yeti und VW Tiguan

Drei Modelle – zwei Selbstzünder mit 140 beziehungsweise 143 PS

VW-Herz

In Yeti und Tiguan schlägt das gleiche Herz: Ein 2,0-Liter-Common-Rail-Diesel aus dem Hause VW. Das Aggregat leistet 140 PS und kommt auf ein maximales Drehmoment von 320 Nm. Der Tscheche schafft mit dem Motor den Spurt von 0 auf 100 km/h in 9,9 Sekunden – Bestwert im Test. Allerdings wird der Antrieb nach oben heraus schnell zäh. Es geht zwar hoch bis 190 km/h, aber dafür braucht es jede Menge Geduld. Außerdem klingt der Diesel-Yeti rau und laut zu uns herein, und auch die Windgeräusche sind bereits ab 110 km/h unüberhörbar. Geschaltet wird im Tschechen-SUV ebenfalls mit einer manuellen Sechsgang-Schaltung. Diese ist für den Alltag okay, fällt aber durch ihre langen Schaltwege und manchmal durch ein wenig Hakeln auf. Bei verbrauchsintensiver Stadt- und Autobahnfahrt kommen wir auf einen Schnitt von 8,4 Liter pro 100 Kilometer - lassen wir es sparsam angehen, genügen 6,9 Liter.

Ähnlich?

Gleiche Maschine, ähnliche Leistungen? Der Tiguan ist zwar mit dem gleichen Motor unterwegs wie der Yeti, trotzdem gibt es beim Antrieb jede Menge Unterschiede. Für den Sprint auf Tempo 100 braucht der Wolfsburger 10,5 Sekunden – 0,6 Sekunden mehr als sein tschechischer Kollege. Außerdem ist in Sachen Endgeschwindigkeit bei 186 km/h Schluss. Allerdings ist der VW besser gedämmt als der Yeti und seine Außenspiegel scheinen auch etwas windschlüpfiger zu sein: Zum einen fällt die Innengeräuschkulisse sanfter aus, zum anderen halten sich die Windgeräusche zurück. Die manuelle Sechsgang-Schaltung ist unspektakulär und kommt ohne Hakler aus. In unserem Test gab sich der Tiguan mit 7,8 Litern auf 100 Kilometer zufrieden, mit moderatem Gasfuß waren wie beim Skoda 6,9 Liter drin.

Preise/Kosten

Bei den Einstiegskosten geht der BMW in Führung: 35.850 Euro wollen die Bayern für den X3 xDrive18d mindestens haben. Ordentliche 8260 Euro weniger, also 27.590 Euro, wandern für den Yeti nach Tschechien. Der Tiguan liegt dazwischen: Mit 29.600 Euro kostet er 2010 Euro mehr als der Skoda, aber immer noch erkleckliche 5.50 Euro weniger als der BMW. Zudem muss der BMW mit 4154 Euro pro Jahr den höchsten Wertverlust ertragen – beim Skoda sind es nur 3169 und beim VW 3387 Euro (Quelle: adac-autokosten.de, bei einer Haltedauer von fünf Jahren und einer Jahreslaufleistung von 15.000 Kilometer). Ähnlich verteilen sich dann die jährlichen Gesamtkosten: Der X3 ist mit 7764 Euro dabei, der Yeti mit 6565 Euro und der Tiguan mit 6716 Euro.

Aufpreis-Unterschiede

Die Ausstattung kann an dieser Reihenfolge nichts ändern: Beim X3 sind 17-Zoll-Alufelgen und eine manuelle Klimaanlage Serie, für Tempomat, Metallic-Lackierung, Klimaautomatik, Sitzheizung vorn und Parksensoren vorn und hinten werden insgesamt 3000 Euro fällig. Der Skoda ist mit 140-PS-Diesel erst ab der zweitbesten Ausstattung "Ambition" zu haben. Hier sind 16-Zoll-Alufelgen, wieder die manuelle Klimaanlage und immerhin Parksensoren für vorne dabei. Für die beim BMW genannten Extras werden 1620 Euro aufgerufen. Zudem ist beim Yeti als einzigem Kandidaten ein Fahrer-Knieairbag mit von der Partie. Der Tiguan muss in der Basisausstattung "Trend & Fun" mit 16-Zoll-Stahlfelgen leben, außerdem ist eine manuelle Klimaanlage an Bord. Die beim BMW 3000 Euro teuren Extras schlagen beim VW mit 2135 Euro zu Buche, wobei es die Sitzheizung nur in Verbindung mit dem Winterpaket gibt.

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