Streit bei VW um Roadmap für Elektrofahrzeuge
Die von Volkswagen erst Anfang März vorgestellte Elektrostrategie stößt nach einem Pressebericht auf Kritik im Kontrollgremium. Statt den Kleinstwagen Up als Elektropionier zu bringen, soll VW-Chef Martin Winterkorn den Elektro-Golf vorantreiben, fordern Aufsichtsratskreise, berichtet das "Handelsblatt" am Donnerstag. "Nur so kommen wir auf ordentliche Stückzahlen", zitiert das Blatt eine Quelle. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats fordern demnach intern, der Konzern solle die Modulare Querplattform (MQB) für künftige Elektrofahrzeuge nutzen. Damit wäre eine wesentlich breitere Basis für Elektrofahrzeuge möglich. Offiziell sagte ein VW-Sprecher laut Zeitung, die E-Strategie sei für den Konzern ein operatives Thema, mit dem sich der Aufsichtsrat nicht aktuell befasse.
Winterkorn hatte zum Auftakt des Genfer Automobilsalons einen mit konkreten Modellen unterlegten Fahrplan ins Elektrozeitalter vorgestellt. Demnach wird 2013 für Europas größten Autobauer zum "Schlüsseljahr bei den Elektroautos". Als Erstes soll die mit Strom betriebene Version der neuen Kleinstwagenfamilie Up kommen. Plangemäß folgen E-Golf und ein elektrisch fahrender Jetta. Genau hier setze die Kritik aus dem Kontrollgremium an. Angesichts des gewaltigen Aufwands, ein Elektrofahrzeug zur Serienreife zu entwickeln, müsse man die Kräfte des Konzerns konzentrieren. (dpa)
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