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Toyota hält Manipulation von Gaspedal für unrealistisch

Gutachter zeigt, dass sich Fahrzeuge anderer Marken ebenso manipulieren lassen

Hannover, 10. März 2010 – In einer Internetkonferenz vor US-Journalisten hat das von Toyota beauftragte Institut Exponent nach Angaben des Unternehmens bewiesen, dass die von Prof. David Gilbert dargestellte Verkettung von Kurzschlüssen unrealistisch ist. David Gilbert, der im Februar als Experte vor dem US-Kongress angehört wurde, hatte einen Versuchsaufbau geschaffen, mit dem er zeigte, dass ein ungewolltes Beschleunigen eines Toyota auch aufgrund elektrischer Probleme möglich ist. Diesen Versuchsaufbau ließ Toyota nun im Gegenzug auch an Fahrzeugen amerikanischer, deutscher und japanischer Hersteller testen.

Alltagsferne Manipulation

Das Ergebnis war bei allen Fabrikaten gleich: Der Motor drehte mit Vollgas in den roten Bereich des Drehzahlmessers, ohne dass ein angeschlossenes Diagnosegerät einen Fehler in der Motorsteuerung erkennen konnte. Die Demonstration zeige auch, dass die Manipulation keinesfalls einfach zu bewerkstelligen und daher im Alltagsbetrieb äußerst unrealistisch sei. Eine derartige Fehlerkette hätte zudem Spuren in der Verkabelung hinterlassen müssen, bei keinem der bisher untersuchten Fahrzeuge habe man derartige Schäden feststellen können.

Der Grund dafür liegt laut Toyota in dem Versuchsaufbau, bei dem insgesamt drei von sechs Kabeln manipuliert werden müssen. Zwei Signalleitungen übermitteln die Bewegung des Pedals an das Einspritzsystem. Ihre Isolierung muss beschädigt und dann das blanke Kabel mit einem 200-Ohm-Widerstand überbrückt werden. Zusätzlich muss nun ein drittes spannungsführendes Kabel ebenfalls abisoliert und dann mit nur einem der beiden anderen verbunden werden. Eine exakte Einhaltung dieser Reihenfolge vorausgesetzt, drehen nun alle getesteten Motoren mit Vollgas hoch. Diese Fehlfunktionskette ist jedoch im Alltag höchst unwahrscheinlich, da die zu überbrückenden Kabel schon im Verbindungsstecker zu weit auseinander liegen. Auch wurde demonstriert, dass bei Nichteinhaltung der von Gilbert vorgeschriebenen Reihenfolge sofort eine Fehlfunktion von der elektronischen Steuerung wahrgenommen wurde und der Motor im Leerlauf bleibt.

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