VW denkt über eine Fahrzeugproduktion in Algerien nach
Der Volkswagen-Konzern prüft den Bau eines Werkes in Algerien. Es würden Gespräche hierzu geführt, hieß es am Donnerstag aus der Unternehmenszentrale in Wolfsburg. Einen konkreten Beschluss gebe es allerdings noch nicht, betonte ein Sprecher: "Volkswagen ist grundsätzlich immer an neuen Marktchancen in aller Welt interessiert, das gilt auch für Afrika. Wir haben aber noch keinerlei Entscheidungen getroffen."
Die staatliche algerische Nachrichtenagentur APS hatte berichtet, dass die Verhandlungen zwischen VW und der algerischen Regierung über einen möglichen Werksbau vorankämen. Dabei werde auch geprüft, ob sich Zulieferer aus dem nordafrikanischen Land an dem Projekt beteiligen könnten. Eine größere Investition in Algerien sei zudem im Interesse des VW-Großaktionärs Katar. Der französische Konkurrent Renault stehe dagegen bereits kurz davor, eine Absichtserklärung zur Einrichtung eines Standorts mit der Regierung in Algier zu schließen. Bislang ist Europas größter Autobauer auf dem Kontinent nur in Südafrika mit einer eigenen Fertigung vertreten. Im VW-Werk Uitenhage arbeiten nach Konzernangaben derzeit rund 5600 Beschäftigte.
Volkswagen plant für die Zukunft eine stärker vereinheitlichte Auslegung von Produktionswerken (Modularer Produktionsbaukasten). So lässt sich schneller eine Produktion aufbauen, weil man auf Erfahrungen in anderen, gleichartigen Werken zurückgreifen kann. In Verbindung mit einer modularen Auslegung der Fahrzeuge könnten zudem unterschiedliche Marken in einem Werk gefertigt werden, ohne dieses aufwendig umbauen zu müssen. (Mit Material der dpa)
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