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11.03.2010

VW mit Gewinneinbruch

Europas größter Autobauer Volkswagen hat im vergangenen Jahr trotz leicht gestiegener Verkäufe im operativen Geschäft einen Gewinneinbruch von mehr als 70 Prozent verzeichnet. Besonders stark war der Rückgang bei der Kernmarke VW-Pkw zu spüren, wie aus dem am Donnerstag vorgelegten Geschäftsbericht hervorgeht. Die spanische Tochter Seat rutschte noch tiefer in die roten Zahlen. Als relativ stabiler Gewinnbringer erwies sich die Ingolstädter Tochter Audi. Konzernweit sank das operative Ergebnis von 6,3 Milliarden Euro auf nur noch knapp 1,9 Milliarden Euro. Den Löwenanteil steuerte Audi mit gut 1,6 Milliarden Euro bei. Die umsatzstärkste Kernmarke VW-Pkw kam auf 561 Millionen Euro, nach über 2,7 Milliarden Euro im Vorjahr.

Sorgenkind in der bald aus zehn Marken bestehenden Konzernfamilie bleibt die spanische Tochter Seat. Die Marke rutschte 2009 tiefer in die roten Zahlen und verzeichnete Verluste in Höhe von 339 Millionen Euro, nach einem Verlust von 78 Millionen Euro im Jahr zuvor. Konzernchef Martin Winterkorn sagte am Donnerstag in Wolfsburg, Seat habe unter den massiven Auswirkungen der Krise besonders im Kernmarkt Spanien gelitten. Die Substanz bei Seat aber stimme.

Die tschechische Tochter Skoda, die wie die Hauptmarke maßgeblich von der Abwrackprämie in Deutschland profitieren konnte, verbuchte ein operatives Ergebnis von 203 Millionen Euro. Von den Finanzdienstleistungen kam ein Ergebnisbeitrag von 606 Millionen Euro. Den Ergebniseinbruch führte der Konzern vor allem auf den Trend zu kleineren Fahrzeugen zurück, an denen der Hersteller weniger verdient. Zudem habe es regionale Verschiebungen gegeben.

VW verzeichnete 2009 besonders in China hohes Wachstum. Dort wurden allein 1,4 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Weil dort Gemeinschaftsunternehmen betrieben werden, werden die Gewinne aber nicht im Konzernumsatz und dem operativen Ergebnis verbucht, sondern im Finanzergebnis. Das anteilige Ergebnis der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen wird mit 774 Millionen Euro angegeben. (dpa)

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