Valmet setzt auf Elektroautos
Der Auftragsfertiger will zeigen, dass er mehr für seine Kunden tun kann
SMS an Auto: Laden bitte
Besonders interessant ist das Ladekonzept: In Zusammenarbeit mit dem Energiekonzern Fortnum und dem Hersteller für Leistungselektronik UTU Elec hat man eine Ladestation entwickelt, deren Ladevorgänge sich per SMS steuern lassen. Auch der finnische Mobiltelefon-Primus Nokia ist beteiligt, und zwar mit einer "neuartigen" Benutzerschnittstelle. Sie erlaubt eine Verknüpfung mit den Infotainment-Systemen des Autos, sodass Lautsprecher und Displays "zu einem Teil" des Smartphones werden. Valmet erhofft sich, dass dieser "Terminal-Mode" Industriestandard werden könnte, es würde beiden finnischen Unternehmen zugute kommen.
Der Beitrag von Navigationsspezialisten Navteq zu "Eva" besteht in einem Kartenmaterial für Navigationssysteme, das mehr kann als nur zum Ziel führen. Für Hybrid- und Elektroautos wie Eva bietet es den Vorteil, aus topographischen Daten und weiteren Karteninhalten Rückschlüsse für die Reichweitenberechnung zu ziehen. Hinzu kommen einige Unternehmen und Einrichtungen, die hierzulande nicht durchgängig geläufig sind, und zwar Vacon, Nokian Tyres, Idis Design, Cadring, AXCO-Motors, Hybria, Powerfinn, Convergens, Aalto University, Lappeenranta University of Technology, Metropolia University of Applied Sciences und RLE International.
Eva auf Werbetour
Ob Valmet mit solchen nicht ureigenen Kompetenzen punkten kann, bleibt abzuwarten. Klar ist aber, dass das Unternehmen auf Wandel setzt, Valmet-Chef Ilpo Korhonen stellte es in Genf optimistisch dar: "Wir haben die Veränderungen in der Automobilindustrie vorausgesehen und unsere Strategie erneuert … über Ingenieurs- und Fertigungsdienstleistungen hinaus bieten wir unseren Kunden ‘Business-Services’, die dieses klassische Feld davor und danach erweitern." Eva soll deshalb in Genf zeigen, dass Valmet mehr kann, als nur Autos im Auftrag anderer zusammenzubauen.
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