Volvo C70 2.0D: Fahrbericht nach dem Facelift
Diesel mit Automatik ab 38.200 Euro erhältlich
Entspanntes Ankommen
Nach dem Start meldet sich der Zweiliter-Diesel mit deutlich vernehmbarem Nageln zu Wort. Gänzlich wird das Betriebsgeräusch auch beim Fahren nicht abgelegt, es tritt aber dezent in den Hintergrund. Der C70 2.0D bevorzugt eine entspannte Gangart, wofür die gebotene Leistung völlig ausreicht. Dazu passt auch das Doppelkupplungsgetriebe, welches die Gänge manchmal etwas zu spät wechselt, seiner Arbeit ansonsten aber unauffällig nachgeht. Die straffe Fahrwerksabstimmung erinnert allerdings daran, dass der C70 bei Bedarf auch etwas schneller um die Ecke eilen kann. Schließlich stellt der kleine Diesel mit 136 PS ja nur die untere Stufe der PS-Skala dar.
In 30 Sekunden vom Coupé zum Cabrio
Noch ist es relativ kühl in der ehemaligen Bundeshauptstadt, doch wir wollen den C70 auch offen fahren. Also heißt die Devise: Sitzheizung auf die höchste Stufe stellen und eine Mütze aufsetzen. Apropos Mütze: Unter dem Summen der Elektromotoren klappt das Verdeck in 30 Sekunden zurück, ehe wir komplett an der frischen Luft sitzen. Groß gewachsenen Menschen fällt sofort der Rahmen der flach stehenden Windschutzscheibe auf. Er kommt der Stirn bedenklich nahe, ebenso schränken die massiven A-Säulen die Übersichtlichkeit ein. Doch dieser Umstand ist nicht nur Fluch, sondern auch Segen: Obwohl kein Windschott über den hinteren Sitzen montiert ist, kommt bei 60 km/h nur ein laues Lüftchen beim Fahrer an.
Preislich im Mittelfeld
Beim Preis kann der Schwede punkten: In der gut ausgestatteten Basisversion Kinetic kostet der C70 2.0D inklusive des Doppelkupplungsgetriebes 38.200 Euro. Zum Vergleich: Für den offenen Audi A5 2.0 TDI mit 170 PS und Schaltgetriebe verlangen die Ingolstädter 41.650 Euro. VW nimmt für einen – allerdings deutlich kleineren und weniger gut ausgestatteten – Eos mit 2,0-TDI-Motor (140 PS) und DSG 33.300 Euro. Trotzdem stellt der Volvo C70 ein interessantes Angebot dar.


