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e-Miglia: Rallye mit Elektrofahrzeugen

660 Kilometer über die Alpen bis zum Gardasee

Hannover, 10. März 2010 – Die Mille Miglia hat für viele Rallye-Fans bis heute einen ganz besonderen Stellenwert. Eine neue Herangehensweise an das legendäre Rennen durch Italien versucht der Veranstalter Offroad Solutions Ltd. aus England. Bei seiner „e-miglia 2010“ treten zwischen dem 3. und 6. August 2010 nur reine Elektro- oder serielle Hybridfahrzeuge an. Um Höchstgeschwindigkeiten soll es dabei, ähnlich wie bei der aktuellen Mille Miglia mit Oldtimern, nicht gehen. Die Herausforderung liegt viel mehr darin, die Abschnitte zeitgenau abzufahren und natürlich keine Zeit mit dem Nachladen von Akkus zu verlieren. Anders als das berühmte Original startet die „e-Miglia 2010“ in München, führt über die Alpen und endet nach vier Tagen und insgesamt 660 km im italienischen Riva del Garda am Gardasee.

10.000 Euro für den Sieger

Vier verschiedene Fahrzeugklassen treten an. Unterschieden wird zwischen Elektrofahrzeuge mit zwei, drei und vier Rädern sowie seriellen Hybriden. Nachladen der Akkus ist erlaubt, eine Zeitgutschrift gibt es dafür allerdings nicht. Der Tank der Hybridfahrzeuge wird versiegelt. Laut Reglement ist Nachtanken nicht erlaubt. Anmelden kann man sich ab sofort, die Startgebühr beträgt 1500 Euro. Dem Gesamtsieger winkt ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Das Interesse aus der Industrie sei da, konkrete Anmeldungen gingen allerdings erst zögerlich ein, sagt Pressesprecherin Claudia Rickmann. Die Anmeldung ist allerdings auch erst seit kurzem möglich. Maximal 50 Fahrzeuge können teilnehmen, zufrieden wäre man aber schon mit rund 30 Autos und Motorrädern, so Rickmann weiter.

Rallye mit langer Tradition

Die Mille Miglia ist eines der ältesten und bekanntesten Autorennen der Welt. Zwischen 1927 und 1957 ging es quer durch Italien, bis ein schwerer Unfall, bei dem zehn Zuschauer getötet wurden, die italienische Regierung veranlasste, den Wettkampf sofort zu verbieten. Erst ab 1977 gab es eine Neuauflage mit historischen Rennwagen. Bei diesen Veranstaltungen, die bis heute ausgetragen werden, kommt es nicht mehr darauf an, die Strecke in einer möglichst kurzen Zeit zurückzulegen. Vielmehr gibt es Zeitvorgaben für das Zurücklegen einer Etappe, die möglichst genau einzuhalten sind.

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