Warum AUTOSAR?
Die Anzahl elektronischer Steuergeräte (Electronic Control Units, ECUs) im Auto steigt stetig an. Etwa 70 ECUs kontrollieren derzeit die Funktionen unter der Haube, nicht nur den Motor, sondern auch die Klimaanlage, die Airbags, das ABS und zahlreiche andere Assistenzsysteme. Die eingebettete Software ist inzwischen so komplex, dass althergebrachte Entwicklungsmethoden den Anforderungen nicht mehr genügen.
Mit AUTOSAR hat die Automobilindustrie einen Standard geschaffen, der eine offene Softwarearchitektur für ECUs definiert und die Hardware von der Software entkoppelt. In der Embedded-Welt waren die Systembestandteile meist innig verbunden, das heißt, die eingesetzten Programme laufen nur auf genau einer ECU, einem Mikrocontroller oder einem Bus. Ihr Einsatz etwa in verschiedenen Fahrzeugmodellen war so lange ausgeschlossen.
Portable Software erfordert auch die Trennung von Kommunikation und Funktion. Im AUTOSAR-Modell erledigt das der Virtual Function Bus (VFB) im Zusammenspiel mit dem Runtime Environment (Abbildung 3 im Artikel). RTE abstrahiert von den realen Steuergeräten und regelt als Middleware den Datenaustauch zwischen den Softwarekomponenten über verschiedene Bussysteme. So können die zuerst in hochpreisigen Modellen eingesetzten Hightech-Funktionen nach und nach in andere Fahrzeugklassen einfließen, ohne dass die Software jedes Mal neu erstellt werden muss.
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